Um ein Grundstück in seiner solaren Güte einschätzen zu können, sollte dies durch einen Fachmann begutachtet werden.
Hier sind Fragen wie mögliche Verschattung zu klären – und dies nicht nur zu einem Zeitpunkt, sondern ganzjährig. Gerade im Winter, wenn die Sonne ihre niedrigste Bahn zieht (ca. 16° überm Horizont), können Objekte Schatten werfen, die man zu anderen Jahreszeiten so nicht beachtet hätte.
Ein erster Schritt hierzu ist die Begutachtung des ausgewählten Grundstückes mit einem sogenannten Sonnenbahnindikator. Er ermöglicht dem Experten eine erste grobe Einschätzung. Ein weiterer Schritt ist die Erstellung eines 360°-Fotos am geplanten Standort des Gebäudes. Dieses wird am Rechner bearbeitet und mit den zum Standort gehörenden Sonnenbahnlinien kombiniert. Dadurch wird es möglich, die Verschattungen darzustellen und die wahre Horizontlinie für weitere Berechungen zur Verfügung zu stellen.
In der Bildergalerie sieht man eine so bearbeitete Aufnahme. Dabei stellt die unterste Kurve den Sonnenbahnverlauf am 21. Dezember und die oberste Kurve den Verlauf am 21. Juni dar. Die ermittelte Verschattung kann dann in Solar-Simulationsprogramme eingelesen und somit der exakte solare Deckungsgrad für ein Gebäude auf einem bestimmten Grundstücksstandort berechnet werden.