ENERGETIKhaus100® historio

Das denkmalgeschützte Haus

  • Energetik in der Sanierung: Neues erleben und Traditionen bewahren
  • Denkmalschutz ist für uns kein Problem, sondern eine Herausforderung!
  • Historische Bausubstanz und moderne Solarthermie sind kein Widerspruch

Erstmalig wurde das innovative ENERGETIKhaus100®-Prinzip aus Solararchitektur, großflächiger Solarthermieanlage, Langzeitsolarspeicher und ökologischen Baustoffen auf ein denkmalgeschütztes Gebäude angewandt.

Solarisierung im Denkmalschutz

Bei dem Beispiel Moritzstraße in Freiberg handelt es sich um die energetische Sanierung eines Mehrfamilienhauses, welches aus dem 16. Jahrhundert stammt. Neben den historischen Sandsteingewänden wurden auch eine Kassettendecke und der Dachstuhl denkmalgeschützt saniert. Der solare Deckungsgrad wurde mit größer 70 % errechnet und zusätzlich eingebaute wasserführende Kaminöfen können den verbleibenden Energiebedarf problemlos decken. Im historischen Mehrfamilienhaus wurde genügend Platz für den Speicher geschaffen, welcher eindrucksvoll über eine Öffnung im Dachstuhl direkt im Haus platziert wurde.

Im März 2011 sind die Mieter in ihre solar beheizten Wohnungen eingezogen. Sie sparen Heizkosten ohne Komforteinbußen. Nähere Informationen zu diesem Energiesparhaus finden Sie im Bautagebuch.

Energetische Sanierung im Bestand

Unser Ganzjahressolarhaus in Freiberg zeigt anschaulich, dass das ENERGETIK-Prinzip nicht nur bei Neubauten funktioniert. Auch die energetische Sanierung von Altbauten ist sehr gut möglich und birgt große Einsparpotentiale. Die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden ist auch im Denkmalschutz zu realisieren. Im konkreten Projekt konnte der große Langzeitsolarspeicher platzsparend – und ohne gravierende Eingriffe in die Gebäudesubstanz – in das Treppenhaus integriert werden.

Sonnenwärme und viel Sonnenlicht

Der Blick auf das erste Foto der Bildergalerie zeigt eindrucksvoll den ursprünglichen Zustand des Gebäudes. Die weiteren Bilder zeigen den starken „Vorher-Nachher“-Kontrast und die gelungene Fassadengestaltung. Trotz der Auflagen des Denkmalschutzes freuen sich die neuen Mieter nach der energetischen Sanierung über einen Balkon und eine schöne Dachterrasse in ihrem Ganzjahressolarhaus. Auch mehrere Dachfenster, die nahtlos in die Kollektorfläche integriert sind, erhöhen den Wohnkomfort stark.

Solarthermie und Energiewende

Insgesamt wird deutlich, dass sich historische Bausubstanz und moderne Solarthermie nicht entgegenstehen. In der Moderne leben und Traditionen bewahren! Man kann denkmalgeschützte Häuser sanieren!

Und nur so kann die Energiewende gelingen: Rund 97 % aller Gebäude sind Bestandsgebäude. Naturgemäß haben Altbauten Heizsysteme, die nicht sehr effektiv sind. Hier liegt ein gewaltiges Potential für die Solarthermie. Auch im Denkmalschutz.