Plusenergiehaus

Im Gegensatz beispielsweise zum Sonnenhaus oder zum KfW-Effizienzhaus gibt es keine allgemein anerkannte Definition für das Plusenergiehaus. Dieses soll quasi als „Kraftwerk“ fungieren. Das Plusenergiehaus erzeugt bilanziell über das Jahr aufgerechnet mehr Energie als es selbst verbraucht. Allerdings ist aufgrund der nicht eindeutigen Definition unklar, ob der Strombedarf für den Haushalt einzubeziehen ist.

 

Die zusätzliche Energiegewinnung wird überwiegend über eine Photovoltaikanlage realisiert.

 

Für ein Plusenergiehaus müssen jedoch auch die Rahmenbedingungen wie bspw. Grundstück, Lage, Ausrichtung bestmöglich sein. So müssten Solarthermie– oder Photovoltaikanlagen verschattungsfrei optimal platzierbar sein.

Insgesamt sind hier dieselben Anmerkungen wie zum Nullenergiehaus hinsichtlich der entstehenden Angebots-/ Bedarfslücke der verfügbaren Energie zu machen. Nicht berücksichtigt wird bei der bilanziellen Aufrechnung der Energie die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage.

Im Sommer steht sehr viel Energie in Form von Photovoltaik-Strom zur Verfügung, dem steht aber kein wesentlicher Bedarf gegenüber.

Umgekehrt trifft dies für die Wintermonate zu, d.h. es besteht ein großer Bedarf an Energie bei gleichzeitig schlechtem oder geringem Solarertrag.

Ein Konzept, dem es nicht nur bilanziell sondern tatsächlich gelingt die energetische Deckungslücke im Jahresablauf zu schließen bietet das Sonnenhaus.