Solararchitektur

Was ist Solararchitektur?

Ein Sonnenhaus nach dem ENERGETIKhaus100®-Prinzip »lebt« von und mit der Sonne. Eine wichtige Grundvoraussetzung hierfür ist eine Solararchitektur, die zu allen Jahreszeiten dem Sonnenstand angepasst ist. Dabei gilt es besonders im Winter das Sonnenenergieangebot aktiv wie passiv optimal zu nutzen. Und im Sommer gilt es Überhitzungen im Gebäude durch eine intelligente Architektur zu vermeiden.

Das Energetikhaus-Prinzip: Was ist ein Sonnenhaus - früher

Historisches Sonnenhaus (Quelle: Sonnenhaus-Institut e.V.)

Geschichte der Solararchitektur

Überlegungen zur Nutzung der Sonnenenergie wurden bereits vor rund 2.500 Jahren durch den griechischen Philosophen Sokrates (469 – 397 v. Chr.) angestellt. Seine Aufzeichnungen zeigen hierzu einfache, aber überlegte Prinzipien des solaren Bauens auf. Der Baukörper seines Sonnenhauses war kompakt angelegt und öffnete sich nach Süden trichterförmig zur Sonne. Massive Wände und der Steinfußboden speicherten tagsüber Wärme, die nachts für entsprechenden Temperaturausgleich sorgte. Dachflächen und Wände waren so gestaltet, dass bei niedrigem Sonnenstand (im Winter) die Sonnenwärme genutzt wurde, bei hohem Sonnenstand die Räume verschattete.

Solararchitektur im ENERGETIKhaus100®

Diese ersten Gedanken der Sonnenernergienutzung greift das Konzept „ENERGETIKhauses100®“ auf. So versorgen transparente Bauteile (Fenster, Fassaden, Wintergärten) das Gebäudeinnere mit Licht und Wärme. Scheint die Sonne, kommt ein Sonnenhaus auch an kalten Tagen häufig ohne aktive Heizung aus. Die passive Sonnenenergienutzung konkurriert jedoch nicht mit der aktiven, weil die durch die Kollektoren geerntete Solarstrahlung im Pufferspeicher über mehrere Wochen zwischengelagert werden kann.

Dieses Zukunftskonzept setzt auf die Identifikation des Bauherren mit der Sonnenwärmenutzung. Auch die Integration des Solarspeichers im Hausinneren – entweder zurückhaltend oder als dominant runde Struktur – ist individuell wählbar.

So ist es nur konsequent, das Konzept des „Solaren Bauens“ nicht eng zu typisieren, sondern individuell mit höchster Flexibilität nach den Wünschen des Bauherrn zu gestalten. Seit dem Bau des ersten ENERGETIKhauses 2005 haben sich gewisse Vorzugsvarianten entwickelt. Sie können als sogenannte Basisarchitektur verstanden werden. Der Winkel der Kollektorfläche wird dabei optimal eingestellt in einer Bandbreite von 30 bis 90 Grad.

Dach-Schema

Modernes Sonnenhaus (Quelle: FASA AG)

Solararchitektur als Zukunftstrend

Durch den veränderten Stellenwert der Energieerzeugung mit einer effektiveren Nutzung der erneuerbaren Energien ist in den nächsten Jahren ein Wandel in der Gebäudearchitektur zu erwarten. Deutlich zeigt sich bereits seit geraumer Zeit der Trend zur energetischen Selbstversorgung und damit zum Solaren Bauen.

Es ist unser erklärtes Ziel, diese neue Solararchitektur unter dem Leitspruch „die Form folgt der Energie“ voranzutreiben, um energetische Unabhängigkeit mit Hilfe der Sonne zu realisieren. Wenn Sie unsere Gebäude und Entwürfe sehen, erkennen Sie schon heute die uns eigene Handschrift.