ENERGETIKhaus100
Das "Energetikhaus 100" ist als Koproduktion sächsischer Firmen in Zusammenarbeit mit der Berg- akademie Freiberg entstanden.

aus: "Solarthemen, Ausgabe 202 am 24. Februar 2005

Solarhaus aus Sachsen

Drei sächsische Unternehmen wollen einen Massivhaustyp in Serie bauen, der zu 95 Prozent von der Sonne mit Wärme versorgt wird.
Der Bauträger FASA AG, die Ziegelwerke Freital und die Soli fer Solardach GmbH aus Freiberg, die für das Energiekonzept verantwortlich zeichnet, verstehen ihr „Energetikhaus 100" als Alternative zu typischen „Passivhäusern", die ihre Restwärme über eine kontrollierte Zu- und Abluftanlage von einer strombetriebenen Wärmepumpe zugefiihrt bekommen. Stattdessen verfügt das Haus über eine im steilen Winkel geneigte Solarfassade. Deren Ernte wandert in einen zehn Kubikmeter großen Langzeitspeicher von Jenni, um den das massive Ziegelbaus herum konstruiert wird. Im Gegensatz zu den meisten H äusern mit hohen solaren Deckungsgraden, die als Holzrahmenhau entstehen, setzen die Sachsen auf eine massive Ziegelbauweise. Deren Vorteile sieht Soli fer-Chef Tirno Leukefeld vor allem im trägeren Temperaturverhalten und im guten Feuchtepuffer. Dadurch komme das Haus ohne eine Lüftungsanlage aus. Die restlichen fünf Prozent Heizenergie liefert ein Stückholzofen. Leukefeld erläutert: „Auf 100 Prozent Sonne zu gehen, währe unverhältnismäßig teuer geworden".

Gedämmt wird das Haus mit Flachsfaserbaustoffen, die in Dänemark von einer Tochterfirma des Chemnitzer Bauträgers FASA hergestellt werden. FASA-Vorstand Ullrich Hintzes will die „bereits gut ausgestattete Standardversion" des individuell geplanten Hauses mit 140 Quadratmetern zum Einführungspreis von 199000 Euro auf den Markt bringen. Varianten mit bis zu 200 Quadratmetern seien ohne große Veränderungen machbar, sagt er. Für den Chef des Hoch- und Tiefbau-Unternehmens mit 50 Mitarbeitern, das 20 Haustypen mit diversen energetischen Standards im Programm hat, gehört dem solaren Bauen die Zukunft: „Unser wichtigstes Verkaufsargument isr die Unabhängigkeit von künftigen Energiepreisentwicklungen - neben den Umweltargumenten natürlich."
Unterstützung erhält das Konsortium von der TU Bergakademie Freiberg

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